Am 9. August, drei Monate nach dem Antwortschreiben des Ministeriums, haben wir die angekündigte Einladung zum Runden Tisch erhalten. 
Auch wenn wir das Angebot einer Diskussionsrunde zum Thema "Autorenförderung" generell gutheißen, möchten wir dringend beim eigentlichen Thema der Initiative bleiben.
 
Wir zitieren sinngemäß: 
 
Der akj schrieb, dass deutschsprachige Autorinnen und Autoren sich in jüngster Zeit mit kritischen Statements an den Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. gerichtet hätten. Die Autorenförderung läge zwar nicht im Fokus der Verbandsziele des AKJ, diese Stimmen würden aber ernstgenommen und deshalb ein Runder Tisch namens Autorenförderung ausgerichtet. Ziel sei es, sich mit anderen Literatur-Akteuren über bestehende Förderangebote auszutauschen und Ideen für neue Möglichkeiten zur nachhaltigen Förderung von Autoren zu entwickeln.
 
Als Termin wurde der 15. November 2013, 12 bis 15 Uhr genannt.
Als Ort das Haus des Buches, Braubachstr. 16, Frankfurt/Main, Raum: Max Tau.
 
Neben Vertretern des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung und unserer Initiative seien auch folgende AKJ-Mitgliedsverbände und der AKJ-Partnerinstitutionen eingeladen: der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Deutsche Literatufonds, die Robert-Bosch-Stiftung, der Verband deutscher Schriftsteller und der Verband deutschsprachiger Übersetzer.
 
 
 

Antwort der Initiative vom 9. September 2013

Unsere Antwort finden Sie in der PDF!
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Antwort des AKJ vom 22. Oktober 2013

Der akj schickte der Initiative die Tagesordnung des Runden Tischs, in der es um die Autorenförderung geht. Ein 15minütiger Programmpunkt der dreistündigen Sitzung sollte sich mit dem "Auslöser für die Debatte", der Initiative und ihrem Anliegen, beschäftigen.

 

 

 

Antwort der Sprecherin der Initiative vom 4. November 2013

 

Initiative DJLP

- Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen -

c/o Antje Wagner

Silberfundstr. 35a

31141 Hildesheim

 

 

 

Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.

z.H. Frau Breitmoser

Metzstraße 14c

81667 München

 

 

Hildesheim, 4. November 2013

 

 

Sehr geehrte Frau Breitmoser,

 

vielen Dank für Ihre nochmalige Einladung zum Runden Tisch „Autorenförderung“ vom 22.10.2013, welche mich bedauerlicherweise wegen falscher Adresse-Angabe erst am 28.10.2013 erreichte.

 

Als Sprecherin der Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen (Initiative DJLP) möchte ich betonen, dass ich die Aktivitäten im Bereich der Autorenförderung aller Beteiligten an dem von Ihnen freundlicherweise organisierten Runden Tisch ausdrücklich begrüße. Die Förderung von SchriftstellerInnen in Deutschland ist ein wichtiges Anliegen, welches unbedingt auch mehr gesamtgesellschaftliche Beachtung erfahren sollte.

 

Was die Teilnahme der Initiative DJLP am Runden Tisch angeht, muss ich Ihnen jedoch leider mitteilen, dass wir keine VertreterInnen zu diesem Termin entsenden werden. Die Autorenförderung ist und war zu keinem Zeitpunkt ein thematischer Schwerpunkt der Initiative DJLP, sondern es ging immer und ausschließlich um den Deutschen Jugendliteraturpreis als ein Instrument der unmittelbaren Förderung der Kinder- und Jugendliteratur selbst und der damit verbundenen Förderung der literarischen Bildung in Deutschland.

 

Zu einem Runden Tisch, der sich mit unserem Begehren beschäftigt, nämlich der Überdenkung der Vergaberichtlinien des Deutschen Jugendliteraturpreises, wären wir – trotz des für uns AutorInnen schwierigen Termins: des bundesweiten Vorlesetages – sehr gerne gekommen. Wir suchen dringend ein Gespräch zu diesem, unserem Anliegen, und es gibt AutorInnen der Initiative, die ihre Lese-Veranstaltungen für diesen Runden Tisch auch abgesagt hätten.

 

Nach wie vor ist die Initiative DJLP an einem fairen und konstruktiven Dialog über eine Modifizierung der Vergaberichtlinien des Deutschen Jugendliteraturpreises interessiert! Dass Sie bei Ihrem Runden Tisch, der nun ein anderes Anliegen bespricht, dennoch den Punkt „Der Auslöser für eine Debatte“ mit eingeplant haben, begrüße ich sehr. Ich würde Sie freundlich bitten, die beiliegende Kurzzusammenfassung der Argumente der Initiative DJLP als Tischvorlage mit einzubringen.

 

Für Ihre Veranstaltung wünsche ich Ihnen eine gute Diskussion und hoffe natürlich sehr, dass Sie einen für alle zufriedenstellenden Konsens über konkrete Maßnahmen der Förderung von Autor/innen, Illustrator/innen und Übersetzer/innen der Kinder- und Jugendliteratur finden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Antje Wagner

 

 

 

Tischvorlage

 

Kurzzusammenfassung des Anliegens der Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen

 

·                     Der Deutsche Jugendliteraturpreis (DJLP) ist der einzige deutsche Staatspreis für Literatur

 

·                     Er ist ein wichtiges weil vielbeachtetes Instrument der Förderung der Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland und damit der Leseerziehung und der literarischen Bildung als Teil sozialkultureller Jugendarbeit

 

·                     Viele nominierte Kinder- und Jugendbücher sind keine deutschsprachigen Originalwerke (laut Statistik des AKJ in den Jahren 2003 – 2013 spartenübergreifend 60%)

 

·                     Das liegt unserer Meinung nach nicht an der (fehlenden) Qualität der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur

 

·                     Von der Förderung der Kinder- und Jugendliteratur durch die Nominierungsliste profitieren Übersetzungen etablierter Lizenztitel aus dem Ausland überproportional

 

·                     Übersetzungen und Originaltexte sind zwei verschiedene literarische Formen, die nicht miteinander konkurrieren, sondern separat wahrgenommen und gewürdigt werden sollten

 

·                     Für die Zielsetzung dieses Leseförderungspreises: „Kinder und Jugendliche zur Begegnung und Auseinandersetzung mit Literatur anzuregen“ braucht es einen stärkeren Fokus auf deutschsprachige Originalwerke

 

·                     Denn ein solcher stärkerer Fokus auf deutschsprachige Originalwerke, die auf sprachliche und inhaltliche Qualität setzen, würde die Literaturqualität in Deutschland fördern und sichern, würde Verlagen die auf Anspruch und nicht auf leichtverkäuflichen Mainstream setzen, die wirtschaftlich „riskante Titel“ nicht scheuen, unterstützen

 

·                     Dieser Fokus könnte z. B. durch folgende Änderung der Vergaberichtlinien des DEUTSCHEN JUGENDLITERATURPREISES erreicht werden:

 

·         Zugelassen werden sollten in der Bewertung durch Kritiker- und Jugendjury in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch nur deutschsprachige Originalwerke

·         Deutsche Übersetzungen von fremdsprachigen Werken sollen separat, das heißt in einer  eigenen Sparte/ eigenen Sparten prämiert werden

 

·                     Dieser Argumentation folgen über 500 Kulturschaffende, weitere Informationen unter http://djlp-initiative.jimdo.com/

 

(c) pixabay
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